Portugal - Reisetipps


Andere Regionen Portugals

Alle Regionen in Portugal sind einen Ausflug wert

Portugal bietet nicht nur an der Algarve lohnenswerte Reiseziele. Auch die anderen Regionen des Landes, wie das Alentejo mit der sehr schönen Costa Vicentina, die Regionen um Porto und Lissabon, die im Norden des Landes gelegenen Regionen Minho und Trás-Os-Montes mit dem Naturreservat Serra de Gerês und abgelegenen Dörfern, in denen die Zeit auch im heute sonst so modernen Portugal stehen geblieben zu sein scheint, sind jederzeit eine Reise wert.
Wenn Sie das ganze und wahre Portugal kennen lernen möchten, sollten Sie die Algarve einmal für zwei bis drei Tage verlassen. Wir empfehlen Ihnen sich ein HotelHotels in Portugal fernab der übliche Touristenpfade, oder in einer der Kulturmetropolen Lissabon und Porto zu buchen, um mehr von dem Land am Rande des Kontinets kennen zu lernen. Mittelalterliche Burgen, malerische Landschaften und ein sehr gastfreundliches Volk werden Sie in jeder der Regionen Portugals empfangen.

 

 

Algarve

Cabo de São Vicente

Das Cabo de São Vicente (Kap des heiligen Vinzenz) ist der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes. Aufgrund der besonderen Lage hat das Kap die Menschen schon immer magisch angezogen. Schon die Phönizier wie die Römer und Mauren brachten diesen Ort mit ihren Gottheiten in Verbindung. Seinen heutigen Namen bekam das Kap im Jahr 304, nachdem angeblich der Leichnam des heiligen Vinzenz von Saragossa, einem Schutzpatron der Seefahrer in einem Boot am Kap angetrieben wurde. Noch heute ist das Kap ein lohnenswertes Ausflugsziel. Zwar hat der Ort seine mythische Wirkung verloren, jedoch führt eine der meistbefahrenen Schiffahrtsstraßen der Welt an der "Ecke Europas" vorbei. Die südwestliche Straße Europas endet direkt an einem Leuchtturm, dessen Lichtkegel schon 90km vor der rauhen Felsküste zu sehen ist. Damit ist dies der lichtstärkste Leuchtturm Europas.
Zu einer kleinen berühmtheit ist auch die "letzte Bratwurst vor Amerika" geworden, die man in einer Würstchenbude vor dem Leuchtturm einschließlich eines Zertifikats bekommen kann. Tatsächlich scheint Amerika zum greifen nah, wenn man auf den Rund 70m hohen Klippen steht und den Wind spürt, der ungebremst über den Atlantik weht und hier auf Europa trifft. Förmlich spürbar ist der Geist der portugiesischen Entdecker, die diese prädestinierte Lage ihres Landes nutzten um in See zu stechen und die Welt zu entdeken.
Wer nicht mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen unterwegs ist, ereicht das Kap bequem mit dem Bus. Beispielsweise fährt das größte portugiesische Busunternehmen EVA von Portimão und Lagos dorthin. Genaue Informationen kriegen Sie in jeder Touristeninformation, sowie in vielen Hotels.

Fortaleza de Sagres

Eines der bedeutensten Nationaldenkmale Portugals ist das Fortaleza de Sagres, wo Heinrich der Seefahrer im 15. Jh. Wissenschaftler um sich versammelt hat um neue Technologien und Methoden zur Seefahrt zu entwickeln. Diese Festung spielte damit eine entscheidende Rolle für den Aufstieg Portugals zur Weltmacht. Die Anlage befindet sich wenige Kilometer östlich des Kaps und ist in den 1990er Jahren restauriert worden. Das ursprüngliche Fort ist 1587 bei einem Angriff beschädigt und durch das Erdbeben von 1755 größtenteils zerstört worden. In Anlehnung an den Beinamen Heinrich des Seefahrers "O Infante" trägt die Anlage heute auch den Namen "Vila do Infante". Direkt nach dem Eingang steht man vor der riesigen aus Stein gelegten Windrose, die einen Durchmesser von 43 Metern aufweist. Man ist sich heute nicht sicher, ob diese Windrose von den Wissenschaftlern vor 500 Jahren tatsächlich benutzt wurde. Neben einigen Neubauten, in denen ein Café ein Geschäft, sowie Räume für Ausstellungen untergebracht sind, befindet sich in der Anlage eine Kapelle aus dem 16.Jh sowie ein Rundweg, der an einigen Aussichtspunkten und Kanonen vorbeiführt. Auf dem Rundgang bieten sich häufig schöne Blicke auf die Küste und das Kap. Um zu erahnen, wie in dem Fort vor über 500 Jahren der Grundstein für ein wichtiges Kapitel der Weltgeschichte gelegt wurde, muss der Besucher zwar eine gewisse Portion Vorstellungskraft mitbringen, wenn einem dies gelingt ist Fortaleza de Sagres aber ein äußerst sehenswerter Ort.

Monchique

Die Kleinstadt Monchique liegt im Hinterland der Algarve zwischen den beiden höchsten Gipfeln des Gebirges "Serra de Monchique", dem Picota und dem Fóia. Durch die abgeschiedene Lage ist der Kurort vom Massentourismus vollkommen unberührt geblieben. Bei einem Gang durch die engen Gassen der Stadt lässt sich die ruhige Atmosphäre der ländlichen Algarve spüren, die sich hier seit der Gründung der Stadt im Jahr 1773 nur wenig verändert hat. In den umliegenden Wäldern und Weiden, deren einzigartig artenreiche Flora alleine schon einen Besuch Wert ist, wird Kork- und Holz-Wirtschaft, sowie Rinder- und Schweinezucht betrieben. Dort entspringen auch die Quellen, die das Wasser für die sechs in nächster Nähe gelegenen Thermalbäder liefern. Die "Caldas de Monchique" haben eine konstante Wassertemperatur von angenehmen 32°C. Nur eine kurze Autofahrt von Monchique entfernt liegt die mit 902m höchste Erhebung der Algarve auf dem Gipfel des Berges "Fóia". Hier befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man an klaren Tagen einen atemberaubenden Blick über die gesamte Algarve hat. Planen Sie für den einen Ausflug nach Monchique einen ganzen Tag ein. So können Sie schon auf der Fahrt die vorbeiziehenden Korkeichen, Mimosen und die Kastanien- und Eukalyptusbäume, sowie die farbenprächtigen Blumenmeere genießen. In Monchique angekommen sollten Sie einen Spaziergang durch die Stadt machen und dabei ruhig einen Abstecher in den Wald wagen. Bevor Sie sich dann zum Aussichtspunkt auf dem Fóia aufmachen, können sie in einem der kleinen Restaurants in der Stadt gut essen und wenn Sie mögen anschließend einen Medronho, einen hier gebrannten starken Schnaps, zu sich nehmen. Nach der Stärkung sollten Sie aufbrechen um von der Aussichtsplattform des Fóia die langsam nach Westen laufende Sonne zu beobachten.

 

 
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